in unserem Tierpark Differten messen seit einigen Tagen Gassensoren die Geruchsbelästigungen aus Carling in unserer Gemeinde. Die Gemeinde unterstützt somit das Projekt zur kontinuierlichen Überwachung der Luftqualität.

Das Forschungsprojekt der Saarbrücker Universität und ein Sensorenexperten – Team um Professor Andreas Schütze haben das Ganze entworfen und in einem Forschungsprojekt realisiert. Dabei arbeiteten sie europaweit in einem von der EU und dem Bundesforschungsministerium geförderten Projekt mit Ingenieuren und industriellen Partnern zusammen. Seit vergangener Woche befindet sich nun eine eigene Messstation auch in Differten.

In unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze werden die erhobenen Daten der „Geruchsstation“ zweimal täglich ausgewertet. Ziel ist es, ein System zu etablieren, welches besonders die Luftqualität überwacht. Und dies ist auch notwendig klagen doch etliche Bürger über gestiegene Geruchsbelästigungen die mutmaßlich von der Chemieplattform im französischen Carling ausgehen. Das vom Saarländischen Umweltministerium begleitende und auf vier Monate angelegte Projekt erfasst unterschiedliche Moleküle.

Luftsensor im Wildpark Differten

Luftsensor im Wildpark Differten

Nach Auswertung der in der Wadgasser Rundschau veröffentlichten Fragebögen erhofft man sich auf lange Sicht auch Klarheit, ob die Geruchsbelästigungen für die Bewohner mit Gesundheitsrisiken verbunden sind.

Dass der Natur- und Umweltschutz in unserer Gemeinde grundsätzlich ein wichtiges Thema ist, haben wir auch mit der Übernahme einer Patenschaft gezeigt.

Im Rahmen des NABU-Projekts „Bewusstseinsbildung und Entwicklung einer handlungsorientierten Verantwortung für Feucht- und Nasswiesen mit Beständen des Breitblättrigen Knabenkrauts“ unterzeichnete ich gemeinsam mit der Projektleiterin Birgit Freiheit die Patenurkunde für eine Orchideenwiese in Differten „In der Waldwiesendell“ unterhalb des Hundeheims und des Tierparks.

Es geht hierbei um Arten, für die wir eine besondere Verantwortung haben, weil sie entweder nur hier vorkommen oder weil ein hoher Anteil der Weltpopulation hier vorkommt. Ihr Schutz hat einen hohen Stellenwert im Artenschutz. Mit den Maßnahmen in diesem Förderschwerpunkt sollen diese Arten direkt geschützt und dabei auch zur Erhaltung und zur Renaturierung von deren Lebensräumen beigetragen werden.

Ziel des Projektes ist der Schutz und die Entwicklung der Bestandsvorkommen des Breitblättrigen Knabenkrauts (Dactylorhiza majalis) und dessen Lebensräume in Wadgassen, den artenreichen Feucht- und Nasswiesen. Wir können stolz auf unsere Wiese mit Beständen des Breitblättrigen Knabenkrauts sein, ist es doch etwas ganz Besonderes. Wir werden diesen Bereich auch mit einer Hinweisbeschilderung versehen, damit unsere heimische Orichdee von den Spaziergängern und Wanderern auch einfach entdeckt werden kann.

Eine weitere wichtige Neuerung sind die neuen bürgerfreundlichen Öffnungszeiten unseres Wertstoffhofes und der Grünschnittannahme am technischen Rathaus. Dies war ein oft genanntes Anliegen vieler Bürger, dass wir in einem ersten Schritt nun merklich verbessern konnten.

Der Wertstoffhof ist ab November an fünf Tagen in der Woche geöffnet und bietet mit der verlängerten Öffnungszeit bis 18 Uhr am Mittwoch auch für Arbeitnehmer am Dienstleistungstag der Gemeinde Wadgassen ein größeres Zeitfenster. Auch die Grünschnittannahme haben wir im ersten Schritt mit der verlängerten Öffnung bis 15 Uhr am Samstag kundenfreundlicher gestaltet. Die genauen Öffnungszeiten finden Sie hier.