Um auf die ALS-Nervenkrankheit aufmerksam zu machen, ließ sich das Wadgasser Gemeindeoberhaupt mit eiskaltem Wasser begießen. Den Spielregeln der Aktion zufolge musste die Dusche gefilmt und ins Netz gestellt werden.

Kalte Dusche für Wadgassens Bürgermeister Sebastian Greiber: Wie ein begossener Pudel stand er am Donnerstagmittag vor dem Wadgasser Rathaus, schüttelte sich kurz und lachte. Alles Gute kommt von oben, denn Greiber stellte sich mit seinem eiskalten Duschbad in den Dienst der guten Sache. Wie viele andere will er mit dieser spektakulären Aktion der Ice Bucket Challenge auf die schwere Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) aufmerksam machen.

Was in Amerika begann, ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Das Prinzip hinter der Aktion ist denkbar einfach: Handykamera an, ein kurzes Statement abgeben, und dann folgt schon die eiskalte Dusche aus dem Eimer. Timo Spies und Guido Epmeyer hatten ihre helle Freude, durften sie doch aus dem Hubsteiger ungestraft einen Eimer eiskaltes Wasser auf den Gemeindechef schütten. Seine Lebensgefährtin Petra Meiser und Tobias Wilhelm filmten die Duschprozedur. Die Mitarbeiter des Rathauses schauten zu und klatschten spontan Applaus.

„Dem Wettermüller sein Frank“ von Radio Salü hatte Sebastian Greiber nominiert, und der hatte prompt reagiert. Dem so Herausgeforderten bleibt gemäß den Spielregeln nämlich nur ein Tag Zeit, um die Duschaktion umzusetzen und ins Internet zu stellen, ansonsten muss er gleich zahlen, sprich spenden.

Greiber wiederum hat jetzt niemand Geringeres als die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Christian Weber von der Karlsberg-Brauerei, Sascha Morschett, WUD-Entsorgungsbetrieb, und den Wadgasser Versicherungskaufmann David Woll herausgefordert. (Text/Foto: Rolf Ruppenthal, Quelle: Saarbrücker Zeitung)

www.als-hilfe.org

Hier die Nominierung von „Dem Wettermüller sein Frank“ von Radio Salü