Die letzte Woche begann leider mit einer schlechten Nachricht: Bürgermeister a.D. Friedrich Mouty ist letzten Dienstag im Alter von 85 Jahren verstorben. Es fällt sicherlich nicht ganz leicht, als Amtsnachfolger von Dr. Friedrich Mouty seine Bedeutung für Wadgassen auf der begrenzten Fläche meiner Rubrik in allen Facetten aufzuzeigen. Er hat nicht nur vieles für Wadgassen  geleistet und angestoßen, er war Visionär und maßgeblicher Architekt dessen, was nun schon seit 1974 als Gemeinde Wadgassen existiert.

Der gelernte Jurist und Philosoph hatte schon als Amts-Beauftragter eine Vorstellung davon, wie eine zukünftige Gemeinde Wadgassen bestehend aus sechs Ortsteilen im und um das Bisttal aussehen könnte. Und ‚Wadgassen‘ sollte das Gebilde heißen, was er historisch und gegenwärtig bestens begründen konnte. Er hat gegen zahlreiche Widerstände die Grundlagen für Wadgassen gelegt und entwickelt. Das, was zunächst nicht kompatibel schien, hat er ausgefüllt und mit so viel Potenzial angereichert, dass heute die Gemeinde Wadgassen nicht mehr in Frage gestellt werden kann.

Mit der Städtepartnerschaft Wadgassen-Arques im Jahre 1979 hob Mouty die junge Gemeinde in europäische Dimensionen, die heute noch existieren und sich bestens entwickeln. Sein krankheitsbedingter Rückzug aus Amt und aktiver Politik brachte Ende der 80er Jahre zwar eine Zäsur für Wadgassen, hat aber sein Gemeinde-Konzept als tragfähig bestätigt.

Ich bin als Bürgermeister stolz, Nachfolger dieses Mannes zu sein und bin mir ebenso bewusst, was wir Friedrich Mouty zu verdanken haben. So habe ich zu Beginn meiner Amtszeit den Kontakt mit Ihm gesucht und seine Äußerungen und Ratschläge gerne mit auf den Weg als neu gewählter Bürgermeister genommen. Wadgassen weiß, was es seinem ersten Bürgermeister zu verdanken hat und ich bin bei weitem nicht der Einzige, der seinem Leben und Wirken ein stetes Andenken erhalten wird.

Debatten um die Windkraft beherrschen die Diskussionen derzeit im gesamten Saarland, nicht nur wegen der Landtagswahlen. Auch in Wadgassen wird über Sinn und Zweck von Windenergie kontrovers diskutiert. Und das ist auch gut so. Wir alle wollen in einer gesunden und intakten Umwelt leben.

Transparenz und der offene Dialog mit der Bürgerinitiative ist mir seit Anfang an wichtig. Deshalb war ich froh, dass die „Bürgerinitiative zum Schutz des Wadgasser Waldes“ am vergangenen Sonntag zu einem Waldspaziergang eingeladen hatte. Noch mehr erfreut war ich über die große Resonanz, zeigt es doch, wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt.

Seit dem Beginn meiner Amtszeit begleitet mich nun dieses Thema und für mich war immer klar, dass die Gemeinde Wadgassen das Maximum aus unserem Planungsrecht und der Abwägung der unterschiedlichen Interessen und dem Naturschutz für unsere Bürger herausholt. Auf diesen Fahrplan habe ich mich seinerzeit mit den Orts- und Gemeinderäten verständigt. Und das mit Erfolg!

Von vormals vier Anlagen, ist nach dem vorliegenden Flächennutzungsplan der Gemeinde Wadgassen – wenn überhaupt – nur noch ein Windrad im Gebiet der Gemeinde Wadgassen möglich. Der aktuell geplante Standort kann, wenn der Flächennutzungsplan am 4. April vom Gemeinderat beschlossen werden sollte, so nicht umgesetzt werden, da wir die wertvollen Altholzbestände schützen wollen.

Ohne den Flächennutzungsplan, tritt wieder die „alte Rechts- und Planungsgrundlage“ in Kraft, die neben dem Standort im Altholzbestand auch wieder weitere Windräder in unserem Gemeindegebiet ermöglicht. Ich danke der Bürgerinitiative, die – trotz Landtagswahlen – auf einfache, polemische und kontraproduktive Forderungen verzichtet und konstruktiv mit der Verwaltung und den Räten das Wohl der Wadgasser Bürger im Auge hat. Ich werde Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Womit wir bei einer Wadgasser Läuferin wären,  deren Talent aufhorchen lässt. Joana  Staub  aus Differten überzeugte bei den Hallenmeisterschaften der Großregion in Saarbrücken mit den besten Athleten aus dem Elsass, Lothringen, Champagne, Luxemburg und Rheinland Pfalz.

Die 18- jährige Athletin, die derzeit beim LC Rehlingen trainiert, wurde in der Zeit von 2:09, 87 min. Zweite bei den Wettkämpfen. Herzlichen Glückwünsch zu dieser tollen Leistung.

So traurig die Woche begann, endete die vergangene Woche mit einer freudigen Nachricht für mich. An dieser Stelle bedanke ich mich, auch im Namen meiner Frau, ganz herzlich für die vielen Glückwünsche zur Geburt unserer Tochter Leni am 10. Februar um 18:44 Uhr. Beide sind gesund und wohlauf und ich bin sicher, dass Sie Verständnis dafür haben, dass ich in den vergangenen Tagen ein paar Termine kurzfristig nicht wahrnehmen konnte.