Und darüber freuen wir uns sehr! Denn dabei handelt es sich weder um einen Vierbeiner oder gar um einen Schimmelbefall am Gebäude, sondern um einen hochwertigen Flügel des 1885 gegründeten Traditionsunternehmens aus Leipzig. Diesen bekam die Musikschule Wadgassen in der vergangenen Woche vom Männergesangverein Hostenbach geschenkt.

Leider musste sich der 1901 gegründete Männergesangverein Hostenbach mangels Nachwuchses auflösen. Das ist sehr schade, denn die traditionellen Gesangvereine und Chöre prägten insbesondere nach den Kriegsjahren unsere Kultur maßgeblich. Das ist leider heute nicht mehr so der Fall und es fehlt an Nachwuchs. Nichts ist jedoch so schlecht, dass es nicht doch für etwas gut sein kann. Daher ist es mehr als nur eine schöne Geste, daß der erste Vorsitzende Günter Waßmuth mit seinem 2. Vorsitzenden Willi Hill diesen schönen Flügel an Kornelia Jakobs von der Musikschule und mir übergeben haben.

In der Musikschule in Werbeln wird das schöne Musikinstrument den Schülern noch sicherlich viel Spaß und Freude beim Lernen bereiten. Dem Männergesangverein Hostenbach für dieses großzügige Geschenk an unseren musikalischen Nachwuchs ein herzliches Dankeschön.

Auch in der Grundschule Schaffhausen gab es einen schönen Anlass. Nach unserem Projekt ARCHITEKTUR trifft SCHULE wird ab dem kommenden Frühjahr ein Hochbeet auf dem Gelände des Schulhofes bzw. im Schulgarten gebaut. Mitinitiator Steve Opps und Heidi Traut hatten die Projektidee und konnten Schüler und Kollegium der Grundschule Schaffhausen um Lehrerin Nicole Enge sofort davon begeistern. Engagiert und mit Eifer ging man zur Sache. In Folge des Kreisumweltpreises war unser Umweltminister Reinhold Jost von dieser Initiative so begeistert, dass er das Projekt nun noch mit einem Scheck in Höhe von 250 Euro unterstützte. Dabei versprach er den Schulgarten im Auge zu behalten und sicherte weitere Unterstützung zu.

Anfang des kommenden Jahres geht es los, versprach mir Heidi Traut. Nach dem Bau des Hochbeetes werden Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika und weiteres Gemüse angepflanzt. Zur Auftaktveranstaltung reichten die Schüler der Grundschule schon einmal Krautsalat und „Grumbeer Kischelscher“ mit Kartoffeln aus dem Schulgarten – auch dafür ein ganz großes Kompliment.

Dies gebe ich gerne auch an Marcel Adam und seine Musiker weiter. Im Abteihof Wadgassen begeisterte er wieder seine zahlreich erschienenen Fans. Bereits zum 10. Mal gastierte der Franzose in Wadgassen mit seinem Programm aus deutschen und französischen Liedern.  Nach langer Zeit wird es im kommenden Jahr wieder eine neue CD von ihm geben – diese wird gemeinsam mit Sohn Yann-Loup eingespielt und natürlich auch bei uns im Abteihof vorgestellt.

Auch über die große Resonanz anlässlich unserer zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag hab ich mich sehr gefreut. Es zeigt sich, dass der „Gedenkort Spurker Friedhof“ mehr als nur eine Alternative zu den früher durchgeführten  Gedenkveranstaltungen in den einzelnen Gemeindebezirken ist.

Erstmals konnte ich dabei die über 850 Namen der bisher bekannten Kriegstoten verlesen, die wir in den Archiven in den vergangenen Monaten recherchieren konnten.

Nur 23 Tage nach Ausbruch des 1. Weltkrieges, bereits am 20. August 1914 brach die Kriegsrealität auch in Wadgassen ein und unsere Gemeinde hatte den ersten Kriegstoten zu beklagen: Heinrich Schleich aus Wadgassen. Am Ende des 1. Weltkrieges waren es über 300 Kriegstote aus unserer Gemeinde. Noch viele weitere Opfer folgten im 2. Weltkrieg.

Als scheinen die Schrecken Anfang des 20. Jahrhundert nicht abschreckend genug gewesen zu sein, droht heute in Europa wieder ein aufkeimender „neuer Nationalismus“. Es heißt: Geschichte wiederholt sich – diese Geschichte darf sich aber nicht wiederholen.

Es ist mein Zeichen des Respekts und der Mahnung auch an die heutigen Generationen, erstmals allen namentlich bekannten Kriegstoten unserer Gemeinde der beiden Weltkriege zu gedenken. Denn jeder einzelne Kriegstote verdient ein mahnendes Andenken – keiner darf vergessen werden, damit wir die Geschichte nicht vergessen.

Das hierzu im vergangenen Jahr neu errichtete Denkmal wurde in diesem Jahr durch einen QR-Code mit einem Link zu einer eigens erstellte Internetseite (http://www.gedenkort.wadgassen.de) ergänzt, die es möglich macht, die Namen der Kriegstoten unserer Gemeinde online abzurufen. Mit den Namen verbinden sich konkrete Schicksale und Familiengeschichten, welche die tragischen Verluste von Vätern, Brüdern und Söhnen erst richtig sichtbar werden lassen. Dieser konkrete Ansatz ist gerade für die Erinnerung und Mahnung an jüngere Generationen wichtig.

Allen Rednern, Besuchern,  der Geistlichkeit, sowie den Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön für Ihre Teilnahme.