Greiber fordert anstelle der geltenden 800qm-Begrenzung im Einzelhandel eine 20qm-Regelung pro Kunde

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  • Wadgassen prüft teilweise Öffnung des Outlet-Center

Greiber fordert anstelle der geltenden 800qm-Begrenzung im Einzelhandel eine 20qm-Regelung pro Kunde

Wadgassen prüft die teilweise Öffnung des örtlichen Outlet-Centers

(Wadgassen/PDW)  „Die aktuelle Rechtsverordnung ist vielleicht gut gemeint, in der Praxis aber eine Katastrophe.“, zu diesem Schluss kommt Bürgermeister Sebastian Greiber aus Wadgassen. Im Saarland entwickelt sich mittlerweile ein Flickenteppich und nicht nachvollziehbare Regelungen, welcher Betrieb unter welchen Bedingungen geöffnet haben darf. Nun hat auch das OVG mit seiner Entscheidung zu Möbel Martin die Situation weiter verschärft.

Für das Gebiet der Gemeinde Wadgassen bedeutet das, dass beispielsweise der Differter Möbelanbieter Morschett seine Verkaufsfläche künstlich auf 800qm verkleinern musste, auch wenn hier i.d.R. nie mehr als 10 Kunden gleichzeitig vor Ort sind. Durch die Verkleinerung haben die Kunden sogar weniger Platz als vorher. Möbel Martin darf nun öffnen.

Auch das Outlet Center Wadgassen darf derzeit nicht generell öffnen, zumindest ist dies die Lesart der Clearingstelle. Stattdessen muss nun bei jedem einzelnen Shop aufwendig juristisch geprüft werden, ob die einzelnen Kriterien erfüllt sind. Gleichzeitig ist beispielsweise in Bous das Einkaufszentrum im ehemaligen IKEA-Standort bereits geöffnet. „Da gibt es keine Unterschiede. Gleiche Sortimente, ähnliche bauliche Situation – die einen dürfen, die anderen nicht. Das versteht doch kein Mensch.“, moniert Bürgermeister Sebastian Greiber die unklaren Regelungen der momentanen Rechtsverordnung. Auch sind die einzelnen Shops im Outlet-Center Wadgassen alle unter den 800qm und in getrennten Gebäuden untergebracht, eine vergleichbare bauliche Situation also, wie sie auch in den Innenstädten vorzufinden ist.

Greiber fordert einfache und klare Regeln.

Greiber ist überzeugt: „Wir brauchen stattdessen einfache Regeln, die jeder versteht und auch nachvollziehen kann.“ Er hat dazu auch eine Umsetzungsidee: „Mein Vorschlag ist, je 20qm Verkaufsfläche kann 1 Kunde ins Ladenlokal. Natürlich müssen dabei Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen streng vorgehalten und umgesetzt werden. Das verstehen sowohl die Kunde, als auch der jeweilige Betrieb und das ganze ist auch gerecht: Dabei hat dann jeder Betrieb abhängig von seiner Verkaufsfläche die gleichen Rahmenbedingungen und damit auch die gleichen Chancen, diese Krise mit ihrer verheerenden wirtschaftlichen Auswirkung, zu überstehen.“, fügt Greiber noch hinzu.

Bis zu einer entsprechenden Neuregelung wird die Gemeinde Wadgassen weiter die Einzelanträge der Geschäfte prüfen. „Ich werde daher die Öffnung der Geschäfte im Outlet-Center Wadgassen in den nächsten Tagen genehmigen, die überwiegend Produkte des täglichen Bedarfs führen und uns ein stimmiges Infektionsschutzkonzept vorlegen.“, so Greiber abschließend.

By |28. April 2020|Categories: Gemeinde Wadgassen|0 Comments

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