Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wildschäden begrenzen gemeinsam handeln
die derzeit starke Wildschweinproblematik beschäftigt viele Regionen im Saarland – und auch unsere Gemeinde. Besonders in Friedrichweiler und Differten waren die Auswirkungen in den vergangenen Wochen deutlich zu spüren.
Dabei handelt es sich keineswegs um ein spezielles Wadgasser Problem. Auch aus Saarbrücken und zahlreichen weiteren Kommunen wurden zuletzt vermehrt Wildschweine und größere Schäden gemeldet. Ende September wurde sogar eine ganze Rotte mitten in Alt-Saarbrücken gefilmt.
Für diese Entwicklung gibt es mehrere Ursachen. Milde Winter erhöhen die Überlebenschancen der Jungtiere. Gleichzeitig finden Wildschweine in unseren Wäldern, auf landwirtschaftlichen Flächen und in Siedlungsnähe ein großes Nahrungsangebot. Die Hitze und Trockenheit dieses Sommers haben die Situation zusätzlich verschärft: Wasserstellen und Suhlen trockneten aus, und im harten Boden war Nahrung schwerer zu erreichen. Deshalb suchen die Tiere häufiger Gärten, Grünanlagen und Sportplätze auf.
In unserer Gemeinde war insbesondere die Sportanlage in Differten von wiederholten Wildschweinschäden betroffen. Diese gefährden den Spiel- und Trainingsbetrieb und verursachen erhebliche Kosten. Der Sportplatz in Friedrichweiler ist bereits eingezäunt und dadurch geschützt. Deshalb war es richtig, dass der Gemeinderat unserem kurzfristigen Vorschlag gefolgt ist, nun auch die Sportanlage in Differten mit einem vergleichsweise kostengünstigen Doppelstabmattenzaun zu sichern. Damit schützen wir vor allem den Trainings- und Spielbetrieb unserer Jugendmannschaften und vermeiden wiederkehrende Reparaturen.

Foto: Sebastian Greiber
Ein Zaun schützt jedoch nur einzelne Anlagen und löst nicht die gesamte Problematik. Deshalb habe ich die Jagdvorsteher unserer beiden Jagdbezirke zu einem Gespräch eingeladen.
Wichtig ist eine klare Zuständigkeitsverteilung: Die zuständige Jagdbehörde ist der Landkreis Saarlouis. Die Jagdausübung obliegt den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten. Als Gemeinde können wir unsere eigenen Anlagen schützen, Schäden aufnehmen, Gespräche koordinieren und auf Lösungen drängen. Jagdliche Maßnahmen können wir jedoch nicht eigenständig anordnen.
Gemeinsam mit den Jagdvorstehern werde ich an diesem Thema dranbleiben und über die weiteren Gespräche und mögliche Maßnahmen berichten. Die jagdliche Situation in unserem Gemeindegebiet ist nicht einfach. Gerade in der Nähe unserer Ortschaften liegen viele Flächen in sogenannten befriedeten Bezirken, in denen grundsätzlich nicht gejagt werden darf. Eine Jagdausübung innerhalb bebauter Ortslagen ist aus guten Gründen gesetzlich stark eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, dass Gemeinde, Jagdverantwortliche und zuständige Behörden gemeinsam nach sicheren und praktikablen Lösungen suchen.
Gelungener Auftakt zur Friedrichweiler Kirmes
Am Wochenende wurde in Friedrichweiler wieder Kirmes gefeiert. Traditionell startete der Ort am Samstag mit dem großen Kirmesumzug in das Festwochenende. Bei traumhaftem Spätsommerwetter waren die Straßen entlang der Strecke und später auch der Marktplatz gut gefüllt. Besonders schön war, dass nicht nur viele Friedrichweilerinnen und Friedrichweiler dabei waren, sondern auch zahlreiche Gäste aus den anderen Ortsteilen und von außerhalb.
Solche Feste zeigen, wie lebendig unsere Ortsteile sind und wie wichtig die Arbeit der Vereine und der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für unsere Gemeinschaft ist. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Kirmes vorbereitet und möglich gemacht haben.
Ihr
Sebastian Greiber
