AMTKommunale Verantwortung, Wadgassen und Praxis als Bürgermeister.

WADGASSEN · GREIBERS WOCHE

800 Jahre Hostenbach und Hitzeschutz für Schulen und Kitas

Peter Kleber, Sebastian Greiber, Wilhelm Hill und Ortsvorsteher Axel Martin bei der 800-Jahr-Feier in Hostenbach (von links).
Foto: Rolf Ruppenthal

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

800 Jahre Hostenbach – Gemeinde macht man gemeinsam

am vergangenen Wochenende hat Hostenbach sein 800-jähriges Jubiläum gefeiert. Das Fest in der Glück-auf-Halle hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken. Darüber freue ich mich sehr.

Unser größter Ortsteil blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1225 wurde Hostenbach urkundlich erwähnt. Der Bergbau hat den Ort und das Leben vieler Familien geprägt. Diese enge Verbindung war auch beim Jubiläum sichtbar: Bergmännische Tradition, Musik und Begegnungen gehörten zu diesem besonderen Wochenende.

Die Vorbereitung war allerdings mit Schwierigkeiten verbunden. Auch beim Zuschuss der Gemeinde gab es angesichts der aktuellen Situation in Wadgassen Probleme. Das möchte ich offen ansprechen. Umso mehr verdient Anerkennung, was die Beteiligten unter diesen Bedingungen auf die Beine gestellt haben.

Viele ehrenamtliche Helfende haben ihre Zeit und Kraft eingebracht. Vereine haben das Fest unterstützt und musikalisch mitgestaltet, Sponsoren haben zu seinem Gelingen beigetragen. Auch die Gemeinde hat ihren Teil geleistet. So wurde aus vielen einzelnen Beiträgen ein gemeinsamer Erfolg.

Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Festwochenende ermöglicht haben. Gerade die Arbeit im Hintergrund wird leicht übersehen. Sie ist aber genauso wichtig wie das, was auf der Bühne zu sehen und zu hören ist. Hostenbach hat gezeigt: Wenn wir gemeinsam nach Lösungen suchen und Verantwortung übernehmen, können wir auch unter schwierigen Bedingungen etwas Schönes schaffen. Gemeinde macht man gemeinsam.

Musik und Begegnungen bei der 800-Jahr-Feier in der Glück-auf-Halle in Hostenbach.

Musik und Begegnungen bei der 800-Jahr-Feier in der Glück-auf-Halle in Hostenbach.

Foto: Rolf Ruppenthal

Hitzeschutz für unsere Schulen und Kitas

Gerade dieser Sommer hat uns noch einmal gezeigt, wie spürbar der Klimawandel unseren Alltag verändert. Wir müssen uns in den Sommermonaten auf immer heißere und länger andauernde Hitzeperioden einstellen. Deshalb ist es richtig, jetzt diesen Weg einzuschlagen und unsere Schulen und gemeindlichen Kitas besser auf Hitze vorzubereiten.

Dafür habe ich die Vorbereitung eines Hitzeschutzkonzepts angestoßen. Für die Gemeinderatssitzung am 29. September habe ich einen Vorschlag vorbereitet, wie wir dabei vorgehen können. Im Blick stehen alle vier Grundschulstandorte und unsere gemeindlichen Kitas.

Mein Vorschlag verbindet eine Bestandsaufnahme mit Temperaturmessungen. Wir müssen wissen, welche Räume sich besonders aufheizen, wo Sonnenschutz fehlt und welche Außenbereiche mehr Schatten brauchen. Die Erfahrungen der Menschen, die täglich in den Einrichtungen arbeiten, sollen dabei einfließen.

Im Herbst und Winter können wir die Gebäude prüfen und die Messungen vorbereiten. Im Sommer 2027 sollen dann die entscheidenden Daten zur tatsächlichen Hitzebelastung zusammenkommen. Daraus lässt sich ableiten, welche größeren Maßnahmen besonders dringend sind und wo das eingesetzte Geld am meisten bewirkt.

Offensichtliche Mängel sollen deshalb aber nicht liegen bleiben. Wenn etwa ein vorhandener Sonnenschutz defekt ist, wollen wir solche Probleme möglichst kurzfristig angehen.

Mir ist wichtig, gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Einrichtungen einen nachvollziehbaren Maßnahmenplan zu entwickeln. Damit unsere Kinder auch an heißen Tagen gut lernen und spielen können – und die Menschen, die sie unterrichten und betreuen, gute Arbeitsbedingungen haben.

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister