Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit unserem Wiedereintritt in den Entsorgungsverband Saar war für Wadgassen eine konkrete Verbesserung verbunden: Ab dem 1. Januar 2027 sollte die Gelbe Tonne den Gelben Sack ablösen. Nun müssen wir Ihnen mitteilen, dass daraus vorerst nichts wird. Die Gelbe Tonne kann erst zum 1. Januar 2030 eingeführt werden. Das ist für uns alle ausgesprochen ärgerlich.
Ursache ist ein Fehler beim EVS. Für Wadgassen sollte gegenüber den Dualen Systemen die Gelbe Tonne festgelegt werden. Versehentlich bestätigte der EVS dem zuständigen Systembetreiber Zentek jedoch den Gelben Sack. Diese falsche Bestätigung wurde zur Grundlage der Ausschreibung für die Jahre 2027 bis 2029. Nach der rechtlichen Prüfung des EVS kann das Verfahren nicht nachträglich geändert werden. Deshalb bleibt es drei weitere Jahre beim Gelben Sack.
Der EVS bezeichnet den Vorgang selbst als „folgenschweres Versehen“, übernimmt die Verantwortung und hat sich entschuldigt. Das ist richtig. Es ändert aber nichts an den Folgen, die nun alle Wadgasser Haushalte tragen müssen. Aus einer erwarteten Verbesserung wird eine dreijährige Verzögerung. Darüber darf und muss man sich ärgern – und ich spreche das auch genauso deutlich aus.

Das Schreiben des EVS ging am 3. Juli bei der Gemeinde ein. Unsere Fachabteilung nahm den Vorgang noch am selben Tag auf und fragte beim EVS nach. Das Schreiben wurde mir während meines Urlaubs weitergeleitet. Nach meiner Rückkehr habe ich den Vorgang vollständig geprüft. Dabei ist mir eine Klarstellung wichtig: Der Fehler ist nicht bei der Gemeinde entstanden. Unsere Verwaltung hat unmittelbar gehandelt.
Wir erwarten nun, dass die Versorgung mit Gelben Säcken und deren zuverlässige Abholung bis Ende 2029 sichergestellt werden. Gleichzeitig werden wir darauf bestehen, dass die Gelbe Tonne ohne weitere Verzögerung zum 1. Januar 2030 kommt. Fehler können passieren. Entscheidend ist, sie offen zu benennen, Verantwortung zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.
Zum Schluss noch eine richtig schöne Nachricht aus unserem Rathauspark: Die Saarbrücker Zeitung hat unseren Ritter-Spielplatz von einem sechsjährigen Experten testen lassen. Friedrich vergab für Spaß, Vielfalt und Gesamteindruck dreimal die Note 1. Insgesamt erreicht der Spielplatz die starke Note 1,29. Wenn ich nachmittags aus dem Rathaus komme, sehe ich dort oft viele Kinder spielen. Das freut mich jedes Mal. Und wenn ich daran denke, wie intensiv im Vorfeld politisch über diesen Spielplatz gestritten wurde, freue ich mich heute umso mehr für all die Kinder, die diesen Ort erobert haben und dort gemeinsam spielen können.
Gemeinde macht man gemeinsam – bei den großen Entscheidungen ebenso wie bei den Orten, an denen Gemeinschaft jeden Tag ganz selbstverständlich gelebt wird.
Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister
