Während in den Medien bei öffentlichen Bauprojekten derzeit oft vom Ludwigspark oder dem HTW-Gebäude gesprochen wird leistet unser Bauamt derzeit ein großes Konjunkturprogramm für unsere Gemeinde.

Überall wird gefliest, gegipst, gemauert, verputzt und gestemmt.  Für mich Anlass einer Rundfahrt, um mir gemeinsam mit unserem Bauamtsleiter Toni Schneider ein Bild vor Ort über den Stand der Dinge zu machen.

Erste Anlaufstation war die Hostenbacher Kaiserstraße 55. In der ehemaligen Naturheilpraxis Langlotz setzen wir ein soziales Wohnungsbauprojekt um.

Das Gebäude stand vorher leer und wird nach erfolgter Renovierung als sozialer Wohnungsraum zur Verfügung gestellt. Zurzeit sind mehrere heimische Betriebe in dem zweieinhalbstöckigen Gebäude beschäftigt. Maler und Elektriker arbeiten Hand in Hand und ich bin zuversichtlich,  dass wir das Gebäude nach Abschluss der Maßnahme – übrigens gefördert vom  Saarländischen Innenministerium  – Ende Mai seiner Bestimmung übergeben können.

Genau gegenüber am Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirkes Hostenbach wurde es für einen Umzug höchste Zeit, entspricht doch Vieles nicht mehr den heutigen Anforderungen. Marode Räume und schlechte Außenlagen sind kein schönes Bild. Hier musste  dringend was  geschehen und wir haben gehandelt.

Im Sommer wird der Löschbezirk Hostenbach nach Schaffhausen in die Sengsterstraße umziehen und mit dem neuen Löschbezirk Mitte (Wadgassen, Schaffhausen und Hostenbach) eine schlagkräftige Einheit bilden.

„Zug um Zug“ wird dann das DRK Schaffhausen, das derzeit noch im Schaffhauser Gemeindehaus beheimatet ist, nach Hostenbach in die neu renovierten Räume umziehen. Ich bin mir sicher, dass der neue Standort sowohl der Feuerwehr wie auch dem DRK zusätzlichen Auftrieb und Motivation verschaffen wird.

Richtig voran und nach außen deutlich sichtbarer geht es in Schaffhausen in der Schulstraße. Die KITA Sonnenschein wird demnächst aus dem Provisorium der Wohncontainer am Marktplatz Schaffhausen  an den neuen Standort umziehen.

 

 

 

Sowohl im Innen- und im Außenbereich wird jeden Tag gearbeitet.

Vor dem Gebäude gegenüber der evangelischen Kirche werden zusätzliche neue Parkplätze angelegt.

Im Innenbereich des Flachbaus wurden Zwischenwände eingezogen, sowie die Toilettenanlage den Bedürfnissen der Vorschulkinder angepasst. Neben neuen Schallschutzdecken in den Flurbereichen gibt es auch eine neue Ausstattung der Gruppenräume im gesamten Gebäude. Natürlich wurde auch die Elektroinstallation einer Prüfung unterzogen und die Wände werden gestrichen. Die ganze Maßnahme fußt  auf der Grundlage eines neuen Brandschutzkonzeptes welches von uns erstellt werden musste und natürlich heutigen Anforderungen entspricht. Nach Abschluss der Arbeiten werden in Kürze  6 Kindergarten, sowie in Zukunft 2 Krippengruppen eine neue Heimat finden.

An der Gebundenen Ganztagsgrundschule Wadgassen kann  man  schon erkennen,  was in den letzten Jahren investiert wurde.

An der Frontseite gegenüber des Gemeindehauses wurde ein kompletter Sonnenschutz angebracht. Auch in der Bibliothek auf dem Dachboden sind unsere Mitarbeiter vom Bauhof im Einsatz, wobei man in diesem Zusammenhang durchaus von einem hohen Grad an Eigenleistung durch die Gemeindemitarbeiter sprechen darf.

In mehreren Bauabschnitten wurden 2,4 Millionen Euro verbaut, was den Standort belegbar  durch steigende Anmeldezahlen immer attraktiver macht. Im Sommer werden wir voraussichtlich wegen der großen Nachfrage nochmals zusätzlich 20 Hortplätze einrichten.

In „Soll und Plan“ sind auch die Arbeiten am neuen zentralen Feuerwehrgerätehaus Schaffhausen. Ebenfalls Mitte des Jahres werden  die  Löschbezirke Wadgassen, Hostenbach und Schaffhausen dort untergebracht. Im Oktober 2016 feierten wir Richtfest und  die Baufortschritte sind unübersehbar.

 

 

Im Zuge der Neustrukturierung errichten wir neben dem alten Areal ein weiteres Gebäude das modernsten Sicherheitsaspekten genügt.  Mit dem 1, 7 Millionen teuren Projekt verfügen wir nach Fertigstellung über weitere drei Fahrzeugboxen. Außerdem entstehen  auch  getrennte Umkleidekabinen für Frauen und Männer. Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird  das Gemeindehaus Schaffhausen eine neue Fassade an der Vorder- und Rückseite erhalten. Neue Fenster wurden bereits eingebaut.

In Differten wird die Caritas Sozialstation, derzeit noch in unmittelbarerer Nachbarschaft zum Rathaus, in die ehemalige Grundschule einziehen. (Darüber habe ich Sie in der vergangenen Woche informiert.) Das Gebäude stand nach dem Umzug der Grundschüler/innen auf den Eimersberg leer und wird einer Nutzung zugeführt die der Cariats Sozialstation optimale Bedienungen bietet, wie mir Leiterin Gunthild Klein versicherte.

Im gesamten Gebäude werden die Bodenbeläge erneuert und Schallschutzdecken eingezogen. Zudem gibt es behindertengerechte Nassräume. Logisch, dass die gesamte Elektrik auch heutigen Anforderungen entsprechen muss.

Neben Büro- und Schulungsräumen sind 15 Tagespflegeplätze vorgesehen die demenzkranken Menschen vorbehalten sind. Damit tragen wir dem gewachsenen Bedürfnis der Bevölkerung nach weiteren Versorgungsangeboten Rechnung. Aber damit nicht genug. Die ehemaligen Schüler/innen der Grundschule Differten fühlen sich am neuen Standort auf dem Eimersberg nach einem Dreivierteljahr bereits pudelwohl. Im Rahmen meines Immobilienkonzeptes konnten wir somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Auch in Friedrichweiler waren schwere Maschinen in der vergangenen Woche im Einsatz. Die Schleimbachstraße in Friedrichweiler ist nach vielen Jahrzehnten endlich ausgebaut und nun neu asphaltiert. Damit sind die Arbeiten zum Endstufenausbau abgeschlossen. Im Zuge des Projektes wurden auf einer Länge von 330 m die Straße ausgebaut und neue Gehwege angelegt, zudem die bestehenden Abwasser-/Wasserversorgungsleitungen erneuert.

Wenn uns auch manchmal das Wetter einen kleinen Strich durch unseren Zeitplan macht, halten sich Bauverzögerungen bei den vielen parallel laufenden Projekten absolut im Rahmen. Bemerkenswert ist aber, dass bei allen Projekten der geplante Kostenrahmen eingehalten wird. Daran hat unser Team im Bauamt der Gemeinde Wadgassen einen erheblichen Anteil, da viele Planungen und Ingenieurleistungen vom Bauamt selbst geleistet werden. Dies spart nicht nur hohe Planungskosten, sondern macht viele Dinge schneller und effizienter. Bei der vielen Kritik über öffentliche Bauvorhaben, ist es mir daher in dieser Woche ein Anliegen zu zeigen, dass es auch anders geht und meinen Mitarbeitern für diesen Einsatz auch an dieser Stelle Danke zu sagen.